21 Jahre Die Gartenwelt zu Gast in Freising – Willkommen Iran!

12. bis 14. mai

 

Auch für die 21. Freisinger Gartentage konnten wir für Sie wieder erstklassige, informative, feinfühlige und spannende Ausstellungen gewinnen. Die Ausstellungen finden Sie im Kreuzgang des ehemaligen Klosters. Der Besuch ist im Eintrittspreis enthalten.

 

Darüber hinaus öffnet der Archäologische Verein im Landkreis Freising e. V. für Sie während der Freisinger Gartentage seine Ausstellungsräume im Marstallgebäude des Landratsamts Freising. Der Eintritt ist frei.

 

"Der Himmel kann der Rose Bild nicht fassen." (Dschelaladdin Rumi) – Eine kleine Kulturgeschichte Persiens von der Antike bis ins 19. Jahrhundert

Als eines der Höhepunkte der 21. Freisinger Gartentage präsentiert Herr Rudolf Goerge MA, Kreisheimatpfleger und Kulturbeauftragter des Landkreis Freising, die Ausstellung mit dem Titel "Der Himmel kann der Rose Bild nicht fassen." (Dschelaladdin Rumi) – Eine kleine Kulturgeschichte Persiens von der Antike bis ins 19. Jahrhundert.

Nur wenig Leute wissen, dass das Persische zu den indo-europäischen Sprachen gehört und mit den romanischen, slawischen, germanischen und anderen europäischen und indischen Sprachen verwandt ist. Die Ausstellung will die Geschichte und Kultur Persiens (Irans) in einem knappen, aber treffenden Überblick darstellen. Das antike Weltreich der Meder und Perser mit seiner Hauptstadt Persepolis reichte in seiner Blütezeit vom Indus bis zum Nil und wurde 331/330 v. Chr. von Alexander dem Großen zerstört. Es brachte eine hochstehende Kultur hervor und war von Toleranz geprägt.

Das Hauptaugenmerk der Ausstellung richtet sich auf die Kultur Persiens vom Mittelalter bis in die Neuzeit. In Beispielen werden die Miniaturmalerei, die prachtvolle Architektur und die Gartenkunst vorgestellt. Texte aus der reichen Literatur (z. B. Attar, Hafis, Rumi) ergänzen die Bilder und Exponate.

Schon Johann Wolfgang von Goethe war von der persischen Literatur so begeistert, dass er sie in seinem "West-Östlichen Diwan" den deutschen Lesern ausgiebig nahegebracht hat. In bemerkenswerten Reiseberichten schildern auch europäische Besucher, die im Auftrag westlicher Herrscherhäuser, als Kaufleute oder als Missionare Kontakte zum Schah von Persien knüpfen wollten, ihre Eindrücke vom märchenhaften Leben am persischen Hof und von den Strapazen ihrer langen, gefährlichen Reisen.

Diese Ausstellung will einen kleinen Beitrag leisten zum Verständnis fremder Völker und Kulturen und zu einem friedlichen Zusammenleben trotz unterschiedlicher Religionen und Lebensweisen ermuntern.
(Foto: Mausoleum des berühmten persischen Dichters Saadi, Shiraz)

 

freising – Rosenstadt der grf

Die Stadt Freising, überregional bekannt als "Herz Altbayerns", Bischofsstadt und Universitätsstadt, zeichnet sich durch eine lange Tradition des Gartenbaus und der Gartenkunst aus. Insbesondere durch die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit dem Zentrum für Forschung und Weiterbildung und den bekannten Weihenstephaner Gärten, das Wissenschaftszentrum Weihenstephan und die Staatliche Fachschule für Blumenkunst genießt Freising-Weihenstephan internationales Renommee.

Mit der Ernennung zur "Rosenstadt des VDR" Ende 2001 hat der Verein Deutscher Rosenfreunde, der heute zeitgemäß firmiert als Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e. V. (GRF), nicht nur dem Ruf der berühmten Lehr- und Forschungseinrichtungen Rechnung getragen: Seit Jahren wurden und werden in der Großen Kreisstadt Freising gezielt Rosen an öffentlichen Flächen gepflanzt.

Einen ersten Eindruck von der Vielfalt der Rosenpflanzungen im öffentlichen Raum vermittelt die kleine Foto-Präsentation Freising – Rosenstadt der GRF, erstellt von der Stadtgärtnerei Freising unter Leitung von Anton Eichenlaub. Im Bild gezeigt wird auch die Strauchrose, die anlässlich des Festaktes 2001 auf den Namen 'Rosenstadt Freising' getauft wurde und mit den Rosensorten 'Freisinger Morgenröte' oder 'Rosenprofessor Sieber' (benannt nach dem im Januar 2011 im Alter von 90 Jahren verstorbenen Freisinger Rosenexperten Prof. Dr. Josef Sieber) den Namen Freisings zu Rosenliebhabern in alle Welt trägt.
(Text: Christl Steinhart, Pressesprecherin der Stadt Freising)

 

Freundeskreis Weihenstephaner Gärten e. V.

Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins Freundeskreis Weihenstephaner Gärten e. V. informieren über die Weihenstephaner Gärten und über Ziele und Aufgaben des Vereins. Eine der Hauptaufgaben des Vereins besteht darin die Weihenstephaner Gärten zu erhalten und auszubauen. Ein Besuch der Freisinger Gartentage lässt sich hervorragend mit einem Ausflug in Sichtungs-,  Klein-, Oberdieck- oder Hofgarten verbinden. Die Mitglieder des Vereins organisieren wieder die beliebte Pflanzentombola. Kaufen Sie Lose und tun Sie Gutes!

 

der Waldkauz – Vogel des Jahres 2017

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017 gekürt. In der Ausstellung im Kreuzgang informiert der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. – Kreisgruppe Freising über Verhalten und Lebensraum des Waldkauzes. Er ist ein typischer Vertreter der nächtlichen Lebensgemeinschaft, die unseren Augen normalerweise verborgen bleibt und daher geheimnisvoll und auf manch einen vielleicht sogar bedrohlich wirkt. Gleichzeitig macht der Waldkauz auf den Zustand unserer Wälder, das Fehlen naturnaher Altholzbestände und den fortschreitenden Verlust von Höhlenbäumen aufmerksam. Das Fehlen natürlicher Brutmöglichkeiten sowie die immer intensiver betriebene Landwirtschaft bedrohen den Vogel des Jahres und zwingen ihn vielerorts dazu, sich in Dörfern und Städten einen neuen Lebensraum zu erschließen. (Text: LBV, Kreisgruppe Freising)

 

landschaftspflegeverband freising e. v.

Der Landschaftspflegeverband Freising e. V. wird in einer umfassenden, von Matthias Maino konzipierten Ausstellung seine unverzichtbare Arbeit für die Anlage, Entwicklung und Erhaltung von Biotopen im Landkreis vorstellen und speziell über die Anlage von Streuobstwiesen informieren. Abgerundet wird diese Ausstellung durch die Präsentation der Imker der regionalen Vermarktungsinitiative "Freisinger Land", die über die Bedeutung der Bienen im Obst- und Gartenbau informieren. Honig von heimischen Imkern wird zum Verkauf angeboten.

 

Archäologischen Verein im Landkreis Freising e. V.

Im Obergeschoss des Landratsamts Freising (Marstallgebäude) befindet sich eine umfangreiche archäologische Sammlung, die vom Archäologischen Verein im Landkreis Freising e. V. betreut wird. In ca. 1500 Fundkisten lagert dort das archäologische Erbe des Landkreises. In zwei Räumen des Depots ist eine Ausstellung eingerichtet, die einen Überblick über die Funde aus sieben Jahrtausenden bietet. Die Ausstellung ist während der Freisinger Gartentage geöffnet. Regulär kann die Ausstellung an jedem ersten Sonntag im Monat von 10-17 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.
(Foto: Hochzeitsbecher aus Murr, nahe Moosburg, ca. 4.000 v. Chr.)

 

Amperkiesel & Co – Lebensraum Kies unter der Lupe

Die Landschaftspflegeverbände Dachau, Fürstenfeldbruck und Freising präsentieren mit dem Projekt Amperkiesel & Co eine neue Art den Fluss Amper zu entdecken. Die detaillierte Ausstellung informiert über die geologische und mineralogische Herkunft von 80 verschiedenen Amper-Kieselsteinen und über die Bedeutung der Kiesinseln als wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Eine exakte Zuordnungsmethode ermöglicht es den Besuchern der Ausstellung die von ihnen in der Amper gesammelten Kieselsteine selbst zu bestimmen.