Die Gartenwelt zu Gast in Freising – Willkommen Niederlande!

08. bis 10. mai

 

Die Gartenwelt zu Gast in Freising – Willkommen Niederlande

Die 24. Freisinger Gartentage zelebrieren wir unter dem Motto "Die Gartenwelt zu Gast in Freising – Willkommen Niederlande!" wieder mit einem herausragend besetzten Vortragsprogramm. Für das Vortragsprogramm konnten wir namenhafte Experten gewinnen, die ihr einzigartiges Wissen und ihre große Erfahrung mit unseren Gästen teilen und uns aus erster Hand Einblicke in die faszinierende Gartenwelt der Niederlande geben.

Einen ersten Einblick in die niederländische Gartenszene gibt am Freitag Hans Kramer mit seinem Vortrag unter dem Titel "Liebe, Leidenschaft und Vielfalt – unsere Art tausende Stauden und Gräser biologisch anzubauen".

Am Samstag entführt uns Jacqueline van der Kloet mit ihrem Vortrag "Perennial Perspectives - The Power of Perennials" in die faszinierende Welt der Stauden.
Anschließend begrüßen wir Piet Oudolf zu einem informellen Gespräch unter dem Titel "OUDOLF HUMMELO", in dem er über seinen Werdegang und Hummelo erzählen, seine spannenden Projekte präsentieren und Menschen vorstellen wird, die für ihn Wegbegleiter waren.

Zum Abschluss unserer Vortragsreihe begrüßen wir am Sonntag Leo den Dulk, den einflussreichen Orientalisten, Gartenhistoriker, Schriftsteller und Natur- und Gartenfreund mit seinem Vortrag "Holländische Gärten und die Natur".

 


Alle Referenten sind im Anschluss an ihre Vorträge gerne bereit ihre Bücher für Sie zu signieren. Die Vorträge finden im Saal der ehemaligen Klosterbibliothek statt. Der Besuch ist im Eintrittspreis enthalten.

 

freitag, 08. mai 2020, 16.00 Uhr

Liebe, Leidenschaft und Vielfalt – unsere Art tausende Stauden und Gräser biologisch anzubauen

Hans Kramer, Gärtnerei De Hessenhof, Ede, Niederlande

 

Schon in jungen Jahren hat Hans Kramer seine selbst gezogenen Pflanzen an der Gartenpforte zum Verkauf angeboten. Sein Weg war vorbestimmt. 1981nach Abschluss der Gärtnerausbildung pachtete Hans Kramer von seinem Großvater ein Stück Land in der Veluwe in der Nähe von Ede, pflanzte Buchenhecken und Sträucher als Windschutz. Dort gründete er seine Gärtnerei De Hessenhof und begann umgehend mit Vermehrung und Aufzucht seiner ganz besonderen Pflanzen. Seit 1990 arbeitet Gattin Miranda in der Gärtnerei an seiner Seite.
Schon bald wurde die Gärtnerei aufgrund des vielfältigen und ganz besonderen Sortiments zu einem Anziehungspunkt für Pflanzenfreunde aus aller Welt. Auf den Mutterpflanzenbeeten werden mehr als 6.000 Sorten einer kritischen Prüfung unterzogen. Nur was sich bewährt, wird für den Verkauf vermehrt, wodurch sich die Qualität von Jahr zu Jahr steigert. Es wird nichts zugekauft. Das Angebot von ca. 2.000 Sorten besteht zu 100% aus eigener Anzucht. Das Sortiment umfasst Stauden, Gräser, Farne, Kräuter aber auch eine große Auswahl an nicht winterharten Stauden und Zwiebelgewächsen, wie Salbei oder Agapanthus in vielen Sorten und seltene Blütensträucher. Viele dieser Pflanzen hat Hans Kramer am Naturstandort studiert und von seinen Reisen mitgebracht. Helleborus (Christrosen) sind eine Spezialität der Gärtnerei.
Der Betrieb erhielt 2010 das SKAL-Zertifikat und ist somit eine der wenigen existierenden anerkannten biologisch wirtschaftenden Zierpflanzengärtnereien. Als Topsubstrat wird kein Torf, sondern eigenproduzierte Lauberde verwendet. Die Kramers haben dazu mit der Gemeinde einen Vertrag geschlossen, der ihnen die Übernahme des in den Friedhöfen und Parkanlagen anfallenden Laubs garantiert.
Der Besuch der Gärtnerei lohnt sich in jedem Fall und man sollte Zeit einplanen um diesen so beschaulichen Ort zu erkunden. Die Verkaufsquartiere sind nach den unterschiedlichen Ansprüchen der Pflanzen gegliedert, was die Auswahl erleichtert. Orientiert man sich nach dem Eingang nach rechts findet man das Quartier für naturnahe Pflanzen. Dann geht es in den Bereich mit Halbschattenpflanzen für trockene Böden und weiter zu sonnenliebenden Pflanzen für trockene Böden. Vorbei an einem Schaugarten und den Mutterpflanzenbeeten gelangt man zu den Pflanzen für sehr trockene Böden und zu den Kräutern. Im nordwestlichen Teil der Gärtnerei befinden sich die Quartiere für Schattenpflanzen und Farne, für Steingartenpflanzen, für bodendeckende Pflanzen, Agapanthus und Salvias und für Beetpflanzen für nahrhaftere Böden. Trotz der guten Organisation fällt bei der Vielfalt die Auswahl schwer. Wenn man dann zufrieden seine Einkäufe im Auto verstaut hat, kann man sich noch im Café entspannen. Das Regal dort enthält viele Pflanzenbücher und Magazine zum Schmökern. In einem kleinen Laden gibt es nützliche Gartenhelfer, Gartengeräte von Sneeboer, japanische Gartenscheren, Metall-Etiketten aus Amerika und im Frühjahr ein großes Angebot an frostharten Töpfen zu kaufen. Auch die Lauberde und die in der Gärtnerei verwendeten Naturdünger und Pflanzenstärkungsmittel sind hier erhältlich.
Das alles ist in einem umfangreichen, gut gegliederten und sehr informativen Pflanzenführer beschrieben und wenn man sich ein bisschen Mühe gibt und Fantasie aufbringt, lassen sich die holländischen Texte auch verstehen.
Wir freuen uns darauf, Hans Kramer außerdem auch als Aussteller auf den Freisinger Gartentagen begrüßen zu dürfen!

 

 

 


Hans Kramer | hessenhof.nl

 

samstag, 09. mai 2020, 14.00 Uhr

Perennial Perspectives - The Power of Perennials
Wiederkehrende Perspektiven - die Kraft der Stauden

Jacqueline van der Kloet, Weesp, Niederlande

 

Jacqueline van der Kloet ist eine der bekanntesten Garten-Größen der Niederlande und eine international tätige Gartendesignerin von Weltruhm. Die Expertise der Pflanzenspezialistin wird auch bei anderen Gartendesignern und Landschaftsarchitekten sehr geschätzt. Mit dem ihr eigenen Stil schafft sie naturalistische Pflanzenbilder von ganz außergewöhnlicher Eleganz und Farbigkeit, die im Frühjahr fein mit Zwiebelpflanzen durchwoben sind.
Am Beginn ihrer Karriere entwarf Jacqueline van der Kloet private Gartenanlagen. Heute umfasst die Liste ihrer Projekte einige der renommiertesten öffentlichen Gärten und Parkanlagen der Welt. In Nordamerika arbeitete sie mit Piet Oudolf an innovativen Pflanzungen für den New Yorker Battery Park, den New York Botanical Garden und den Chicagoer Lurie Garden. Ihre Arbeiten in Europa und Asien reichen von Hollands berühmtem Keukenhof über den Newport Bay Club in Disneyland Paris bis hin zum Palast Huis ten Bosch im japanischen Nagasaki. Sie hat auch an vielen internationalen Ausstellungen, beispielsweise an der Floriade 2012, maßgeblich mitgewirkt. Und selten hat ein Garten so berührt, wie Jacquelines spektakulärer Entwurf für den Garten des niederländischen Pavillons zur EXPO 2000 in Hannover.
Ihre Entwürfe sind stilvoll und vielseitig, sie wirken natürlich, entspannt und wie zufällig. Sie lassen dabei die kunstfertig ausgearbeiteten Pflanzpläne, die diesen Kunstwerken zugrunde liegen, völlig vergessen. Oft finden sich in ihren Gärten erfreulich überraschende Kombinationen von Stauden, Sommer- und Zwiebelpflanzen und auch blühenden Sträuchern und Bäumen. Ihre bevorzugte Farbpalette ist weich, dabei aber nie langweilig.
Jacqueline ist Absolventin des Königlichen Instituts für Garten- und Landschaftsarchitektur in Boskoop, Niederlande, und des Instituts für Gartenbaustudien der Provinz in Anderlecht, Belgien.
In Weesp nahe Amsterdam besitzen sie und ihr Kollege, der Landschaftsarchitekt Niek Roozen, eine kleine Insel, auf der beide mit ihren Familien leben und seit den 1980er Jahren erfolgreiche Planungsbüros betreiben. Die Insel ist ein magischer Ort. Die üppigen Gärten sind von alten Befestigungsanlagen umrahmt – einst zur Verteidigung von Amsterdam gedacht, dienen diese heute einer Herde schwarz-brauner Ouessant-Schafe als Weide. Ein Teil der Gartenanlage, der öffentlich zugängliche "De Theetuin" (Tee-Garten), ist ein sehr beliebtes Garten-Ausflugsziel für Gartenliebhaber.
Neben ihrer Arbeit als Gartendesignerin schreibt Jacqueline für internationale Fachmagazine und ist Autorin vieler Gartenbücher, darunter "Inspiration", das offizielle Buch über den Keukenhof oder "Garten-Design – Farben, Strukturen, Formen" mit Fotografien von Ferdinand Graf Luckner (2012), "Tuinen van nu" (Gärten von heute) (2014) oder "Colour your Garden". Ihr neustes, ganz persönliches Buch "A Year in My Garden" (2018), erscheint im März 2020 in englischer Sprache.
Jacqueline van der Kloet wird in Ihrem Vortrag sowohl über Experimente mit verschiedenen Staudenkombinationen in ihrem eigenen Garten sprechen, als auch ihre privaten und öffentlichen Garten-Projekte vorstellen, wie z. B. die Gärten von Appeltern, Schloss Ippenburg sowie einen großen privaten Garten in Amersfoort, einen öffentlichen Park in Blaricum und den "Grotekerkplein", einen Park im Zentrum Rotterdams. Darüberhinaus gibt sie uns großzügig sehr wertvolle Information über Farbkombinationen, Abfolge von Blütezeiten, Kombinationen mit anderen Pflanzengruppen wie Frühlingsblumenzwiebeln, Einjährigen und Sommerblumenzwiebeln.

 


Jacqueline van der Kloet  | theetuin.nl

 

samstag, 09. mai 2020, 15.30 Uhr

oudolf hummelo

Piet Oudolf, Hummelo, Niederlande

 

Piet Oudolf aus Hummelo ist der Megastar moderner und innovativer Pflanzenverwendung. Wohl keiner ist derzeit international so gefragt wie der Schöpfer unzähliger bahnbrechender Gärten und Anlagen, zu denen der Lurie Garden in Chicago, die High Line in New York, der Battery Park an der Südspitze Manhattans oder das nach ihm benannte "Oudolf Field" der Galerie Hauser & Wirth in Bruton, Somerset, England zählen.
1976 gründeten Piet Oudolf und seine Frau Anja in Haarlem ein Büro für Garten- und Landschaftsgestaltung. 1982 siedelten sie um nach Hummelo in den Osten der Niederlande und eröffneten dort eine Staudengärtnerei, in der sie all die seltenen und ungewöhnlichen, aber schwer erhältlichen Stauden vermehrten, die Piets radikal andere Entwürfe ausmachen. Die Gärtnerei wurde hauptsächlich von Anja erfolgreich geführt. Gleichzeitig legten sie dort ihren Privatgarten an, der eine Galerie für unvergleichliche, zuvor nie gesehene Pflanzenkombinationen und bald zu einem Mekka für Gartengestalter und Pflanzenliebhaber wurde.
Diese Staudenpflanzungen waren nicht mehr brav farbig abgestimmt, nach Größen gestaffelt und nach den üblichen Verwendungsregeln gestaltet. Mutig bepflanzte Piet große Flächen mit ausdrucksstarken, aber natürlich wirkenden Stauden und Gräsern und in einem ganz eigenen Rhythmus. Er spielte mit den Formen, Strukturen und Texturen der Pflanzen. Seine Farbplatte unterschied sich durch oft gedeckte Farbtöne, die aber herrlich mit den Farben der Blätter, Grashalme, der Pflanzenstiele und vor allem mit den Blüten-und Samenständen der abgeblühten Pflanzen harmonierten und immer wieder mit gut platzierten Farbtupfern zum Leuchten gebracht wurden. Im Herbst zündete er ein wahres Farbenfeuerwerk. Und weil das nicht genug ist, wurden die Stauden und Gräser nicht zurückgeschnitten, nein sie bildeten mit Reif überzogen die herrlichsten Winterbilder, was dem Garten eine vierte Saison bescherte. Die Natur ist dabei immer seine Inspiration.
All das wurde von Anfang an fotografisch mit herrlichen Bildern festgehalten und dokumentiert. Der Garten war radikal anders und erweckte so großes Medieninteresse. Er wurde nun häufig in der internationalen Fachpresse publiziert und dadurch immer bekannter.
1986 nahm Piet seine Tätigkeit als Gartengestalter erfolgreich wieder auf. In den Niederlanden entstanden in dieser Zeit u. a. Privatgärten, große Staudenpflanzungen für eine Wohnanlage der Stadt Amsterdam und für Gewerbeanlagen. 1992 erschien das erste Buch "Droomplanten" (Traumpflanzen), das Piet mit seinem Weggefährten Henk Gerritsen verfasste und das eine neue Generation von Gartenpflanzen portraitierte. Es war abzusehen, dass der Garten und die vielen anderen Projekte hervorragendes Material für noch viele spannende Bücher geben sollten. Im selben Jahr brachte das an der Universität Alnarp in Schweden veranstaltete Symposium "The Dutch Wave" den internationalen Durchbruch für Piet Oudolf. 1994 referierte er auf dem Symposium "Stauden im Lebensbereich Stadt" erstmals in Freising und auch hier sorgte er unter den 300 Teilnehmern für Furore.
1996 wurde in Enköping nahe Stockholm der Staudenpark "Drömparken" eröffnet. In Schweden folgten über die Jahre Projekte in Göteborg, Sölvesborg und Halstad. Neben vielen wunderschönen Privatgärten trägt in den Niederlanden seit 1999 die öffentliche Parkanlage "Mahlerplein" in Amsterdam seine Handschrift. Für seinen Freund und Kollegen John Cook gestaltete Piet in Bury Court einen herrlichen Garten und hatte nun auch in England ein Schaufenster für seine Kunst. Bald folgten hier Aufträge wie der Park für den Pensthorpe Waterfowl Trust in Fakenham, Norfolk oder ein 150 Meter langes Staudenbeet für die Wisley Gardens der RHS in Woking, Surrey.
International renommierte Landschaftsarchitekten und Architekten wurden auf Piet Oudolfs Werk aufmerksam und suchten seine Zusammenarbeit, darunter Gustafson, Guthrei and Nichol aus Seattle für den Lurie Garden, Gross.Max Landscape Architects aus Edinburgh für den Pottersfield Park an der Themse und irgendwann Field Operations Landscape Architects für die Highline in New York. Danach gab es kein Halten mehr. Piets so grandiose Pflanzungen und Gartenanlagen findet man heute in vielen Ländern Europas, in Kanada und den USA. In Deutschland kann man sie im Gräflichen Park in Bad Driburg und im Maximilian Park in Hamm bewundern.
Auf der Chelsea Flower Show in London 2000 gewann Piet für einen Garten, den er mit Arne Maynard entwarf, die Goldmedaille und den Preis für den besten Garten der Show. Seine Werke waren auf der Biennale in Venedig zu sehen und schmückten den Innenhof des Peter Zumthors Pavillon für die Serpentine Gallery in London. 2017 würdigte Tom Piper Piets bisheriges Lebenswerk mit dem fantastischen Film "Five Seasons: The Gardens of Piet Oudolf", der international Begeisterung ausgelöst hat.
Gerade wurde der großartige "Maggie’s Garden" für das Royal Mardsen Hospital in London eröffnet. In diesem Jahr werden seine Gärten für den Vitra Campus in Weil am Rhein und für Hauser & Wirth auf Menorca eröffnet.
Piet Oudolf ist hochdekoriert. Er hat unzählige, prestigeträchtige, internationale Auszeichnungen erhalten, darunter die Goldene Veitch Memorial Medaille der RHS, den Ehrenpreis des Prinz Bernard Kulturfonds, den Preis für sein Lebenswerk der British Society of Garden Designers und die Ehrenmedaille des Garden Club of America, um hier nur einige zu nennen. Er ist Offizier des Ordens von Oranien-Nassau, Ehrenmitglied der Kew Guild und der RIBA, London und Ehrendoktor der Universität Sheffield – auch diese Aufzählung ließe sich lange fortführen. Es gibt sogar eine Facebook-Gruppe, die "Dutch Dreams", die sich seiner Art der Staudenverwendung verschrieben hat.
Piet Oudolf ist auch ein weltweit gefragter Referent und Lehrer. Er unterrichtete an der Havard Graduate School of Design, ist Gastprofessor an der Universität von Sheffield und führte Meisterklassen an der IUAV Venedig und an der TU Delft. Immer großzügig teilt er seine Expertise und Erfahrung.
In Freising wird er in einem informellen Gespräch unter dem Titel OUDOLF HUMMELO über seinen Werdegang und die Geschichte von Hummelo erzählen, seine spannenden Projekte präsentieren und Menschen vorstellen, die für seine Karriere wichtig waren.

 


Piet Oudolf  | oudolf.com

 

sonntag, 10. mai 2020, 14.00 Uhr

Holländische Gärten und die Natur

Leo den Dulk, Haarlem, Niederlande

 

Drs. Leo den Dulk aus Haarlem ist ein international anerkannter Orientalist, Gartenhistoriker und Schriftsteller. Der Natur- und Gartenfreund ist Gründer und Inhaber der Cantua Text & Web-Beratung und Mitherausgeber des ältesten, niederländischen Gartenmagazins onzeeigenTUIN. Er war Vorsitzender der Niederländischen Gesellschaft für Gartengeschichte CASCADE.
Über die Jahre hat Leo den Dulk einige sehr bedeutende Ausstellungen kuratiert, u. a. "Henk Gerritsen, Piet Oudolf und die Inspiration der Dutch Wave" im Garden Museum, London (GB), 2010, "Dutch Wave" im Museum Het Hoogeland, Warffum (NL), 2011 oder eine Ausstellung über Mien Ruys, die 2017 im ABC Architektur Center in Haarlem (NL) eröffnet wurde und seitdem als Wanderausstellung an vielen Orten in den Niederlanden zu sehen war. Im Mai 2017 ist nach 15 Jahren Recherche und schriftstellerischer Arbeit auch die vielbeachtete Biografie von Mien Ruys, der wohl bekanntesten, niederländischen Gartenarchitektin des 20. Jhd. erschienen.
Meist in Holländisch aber auch in Deutsch und Englisch veröffentlicht Leo den Dulk Fachartikel zu den Themen: Natur, Gartenbau, Gartengestaltung und ihrer Geschichte, historische und moderne Gartenpflanzen und Tierleben in und um die Gärten. Aber er schreibt auch zu ganz anderen Themen wie zum Beispiel über die Geschichte des medizinischen Tätowierens, die Kulturgeschichte der muslimischen Welt und über Naturdrucke, einschließlich der japanischen Kunst des Gyotaku (Fischdrucks). Er ist ein gefragter und sehr sprachgewandter Referent.
Als hervorragender Kenner der internationalen Gartenwelt ist Leo mit all ihren Größen eng vernetzt. Er ist Mitinitiator einer locker organisierten internationalen Gruppe von Top-Fachleuten der Garten- und Landschaftsarchitekturszene, die eng mit der Dutch Wave und dem New Perennial Movement verbunden ist. 1996 anlässlich eines Symposiums in Arnhem (NL) wurde diese Bewegung von Leo den Dulk und Rob Leopold auf den Namen Perennial Perspectives getauft.